Kind und Hund

So gewöhne ich meinen Hund ans Baby

Berliner Kurier, HBN

Wie kann ein Hund richtig auf ein Baby vorbereitet werden? Und: Kann ein Hund überhaupt so eifersüchtig sein, dass er deshalb sogar tötet?

"Ein Hund plant sein Verhalten nicht, er handelt immer Situationsbezogen", sagt der Hunde-Sachverständige und Trainer Enrico Lombardi (37) von der Hundeschule Dog-Coach in Wilmersdorf. "Was wir Menschen als Eifersucht bezeichnen, ist bei Hunden ein Ressourcendenken. Der Hund will etwas haben: Aufmerksamkeit, Zuneigung, Futter." Muss er aber plötzlich teilen, kann er zum Killer werden.

Kommt ein Baby in die Familie, ist es wichtig, das der Hund den Aufmerksamkeitsentzug oder das Teilen nicht mit dem Neuankömmling in Verbindung bringt. Für werdende Eltern heißt das: Schon Wochen vor der Geburt dem Hund gezielt Leckerlies entziehen, Zimmerverbote einführen, mit Streicheleinheiten geizen." Ist das Kind da, gewähren Sie wieder alles", sagt der Experte."

Das Kind auf keinen Fall tabuisieren!" Lassen Sie intensiven Kontakt mit dem Kind zu, besonders Schnüffeln. Den Hund nicht aus dem Raum mit dem Baby schicken.Füttern Sie beim Stillen Ihren Hund aus der Hand. Ein Hund braucht keine festen Mahlzeiten. Wichtig: Immer positiv sein im gemeinsamen Umgang mit Baby und Hund." Trotzdem gilt: Lassen Sie ihren Hund niemals mit dem Baby allein!"

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