Schwimmtraining für Hunde

So geht Ihr Hund beim Schwimmen nicht baden!

Mein Hund & ich

Sobald es wieder warm wird, treibt es auch viele Vierbeiner ins Wasser. Sie genießen die nasse Abkühlung genauso wie wir. Doch die meisten Hunde planschen zwar, "kraulen" aber nicht freiwillig über den See. Dabei können Hunde von Natur aus schwimmen, ohne es zu wissen. Bestimmte Rassen wie der Portugiesische Wasserhund, der Neufundländer oder der Retriever haben zwischen ihren 'Ze­hen sogar sehr ausgeprägte Schwimm­häute, sind sie doch extra für die Was­serarbeit beim Jagen und Fischen gezüchtet worden.

Hundetrainer Enrico Lombardi: "Schwimmen bedeutet für den Hund ei­nen erhöhten Energieaufwand, und um ihn dazu zu bringen, muss man ihn moti­vieren. Das kann der Halter sein, dem er nachschwimmen will, oder etwas, was er aus dem Wasser holen möchte. Ein Le­ckerli oder ein Spielzeug." Aber es gibt auch Hunde, die das Wasser scheuen. Der Experte erklärt, warum: "Hat der Hund bis zur 16. Lebenswoche in seiner Prägungsphase keine positiven oder neutralen Erfahrungen mit dem Element Wasser gemacht, wird es schwierig, ihn später daran zu gewöhnen. Man sollte deshalb nie einen Welpen einfach in den See werfen und auf den Überlebensinstinkt setzen. Das bedeutet negativen Stress für ihn, und er wird das Wasser in Zukunft meiden."

Tipps zum Schwimmtraining für Hunde

Enrico Lombardi verrät ein paar Tipps, wie man aus einem wasserscheuen Hund eine fröhliche "Plansch kuh" macht:

  • Das Wichtigste: kein Zwang und keine Hektik! Mit dem Lieblingsspielzeug oder einem Leckerli wird der Hund schrittweise ins Wasser gelockt. Steht er zum ersten Mal mit den Pfoten drin, erhält er die Belohnung. Immer loben.
  • Die Übung wiederholen und immer weiter ins Wasser gehen. Irgendwann verliert der Hund den Boden unter den Pfoten und schwimmt.
  • Einem besonders ängstlichen Hund bindet man eine Schwimmweste um (ab 16 Euro im Fachhandel). Mit der kann man den Hund besser fÜhren und beruhigend auf ihn einwirken. Das Training ohne Zwang und Hektik durchführen.
  • Nicht überall dort, wo der Halter ins Wasser geht, darf der Hund mitschwimmen. An "wilden" Stränden gilt das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme, an öffentlichen Badestellen und Naturschutzgebieten bleibt der Hund an Land.
  • Vorsicht in stillen Gewässern, in denen Algen blühen und viele Hunde schwimmen und trinken. Dort können schädliche Bakterien lauern.
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