Kneipen-Knigge für Hunde

Damit der Vierbeiner im Restaurant niemanden stört.

07. Juli 2010 Berliner Zeitung, T. Böhm

Wenn Frauchen oder Herrchen mit dem Hund unterwegs sind und der Hunger kommt, muss der Vierbeiner nicht unbedingt traurig angeleint vor dem Restaurant warten. Er darf mit rein, wenn der Wirt es erlaubt.

„Es gibt keine gesetzliche Regelung“, sagt Albrecht Winkler, Justiziar des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin. „Aus hygienischen Gründen darf der Hund allerdings natürlich nicht in die Küche. Und wenn sich andere Gäste durch das Tier gestört fühlen, muss darauf ebenfalls Rücksicht genommen werden.“ Heißt: Im Extremfall müsste der Hund das Restaurant verlassen.

Damit das Essen kein Ärgernis wird, müssen Regeln eingehalten werden. „Man unterscheidet zwei Hundetypen: defensive und offensive“, sagt Hundeexperte Enrico Lombardi von www.dogcoach.de. „Für einen Restaurantbesuch sind die Offensiven, also Hunde, die sich mit allem Neuen erst einmal auseinandersetzen wollen, nicht sehr geeignet.“

  • Der Hund muss gelernt haben, ruhig zu bleiben, wenn das Rudel ebenfalls ruht. Das wird an der Leine trainiert: Halter steht, Hund liegt.
  • Ein Spaziergang und eine Fütterung vor dem Essen entspannen die Situation noch.
  • Aus Rücksicht gegenüber den anderen Restaurantgästen sollte der Hund mit einer Leine am Tisch fixiert werden.
  • Einen Tisch in einer Ecke wählen, sonst will der Hund den ganzen Raum kontrollieren und verteidigen.
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